, Kent, England, Großbritannien



 


Notizen: Wikipedia 2020:
Kent ist eine traditionelle Grafschaft im Südosten Englands. Sie grenzt an East Sussex, Surrey und Greater London sowie über die Themsemündung hinweg an die Grafschaft Essex. Kent ist durch den Eurotunnel mit Frankreich verbunden. Die Hauptstadt der Grafschaft ist Maidstone.
Bei klarem Wetter ist es möglich, von den Kreidefelsen von Dover bis nach Frankreich zu sehen. Aufgrund seiner Vielzahl von Obstgärten und Hopfenfeldern wird Kent auch „Garten Englands“ genannt. Diese Bezeichnung wird mittlerweile aber auch von anderen Grafschaften Englands beansprucht.
Im Nordwesten findet man Industriegebiete mit Fabriken für Zement, Papier und Flugzeuge. Im Süden und Osten sind Landwirtschaft und Tourismus die Haupteinnahmequellen.
Die Lage Kents zwischen London und dem europäischen Kontinent führte dazu, dass es im Zweiten Weltkrieg bei der Luftschlacht um England besonders betroffen war. Die Ostküste Kents wurde damals auch als „Hell Fire Corner“ (Höllenfeuerecke) bezeichnet.
Die Häfen der Grafschaft stellten über 800 Jahre lang Kriegsschiffe zur Verfügung. Die Cinque Ports waren im 12.–14. Jahrhundert ebenso wie der Hafen von Chatham im 16.–20. Jahrhundert von besonderer Bedeutung für die Sicherheit des Landes.
Geschichte:
Schon in der Altsteinzeit wurde die Gegend besiedelt, wie man anhand von Funden in den Steinbrüchen von Swanscombe nachweisen konnte. Die sogenannten „Medway-Megalithen“ wurden in der Jungsteinzeit errichtet. Weitere wichtige Funde sind der Ringlemere Gold Cup und die römischen Villen im Flusstal des Darent.
Der Name Kent stammt vielleicht vom brythonischen Wort cantus, was so viel wie „Kante“ oder „Grenze“ bedeutet, womit der östliche Teil an der Küste gemeint sein dürfte. Julius Caesar nannte 51 v. Chr. die Gegend Cantium oder „Land der Cantiaci“.
In der Eisenzeit hatte sich der Stamm der Regni oder Regnenses im westlichen Teil niedergelassen. Im 5. Jahrhundert n. Chr. entstand im östlichen Teil das Königreich Kent der Jüten.
Im Jahre 597 berief Papst Gregor I. Augustinus von Canterbury zum ersten Erzbischof von Canterbury im heutigen Kent. Im Jahr zuvor hatte Augustinus König Æthelberht zum Christentum bekehren können. Die Diözese von Canterbury wurde Englands erster Bischofssitz und ist bis heute das christliche Zentrum des Vereinigten Königreichs und der anglikanischen Kirche.
Im 11. Jahrhundert gaben sich die Einwohner Kents das Motto „Invicta“ („unbesiegt“), was aber durch die folgende Invasion Englands im Jahre 1066 durch Wilhelm den Eroberer widerlegt wurde. Die Einwohner leisteten längere Zeit Widerstand, was dazu führte, dass Kent 1067 eine halbautonome Pfalzgrafschaft wurde. Wilhelms Halbbruder Odo von Bayeux wurde zum Herrscher der Grafschaft bestimmt, sie wurde genauso behandelt wie die Grenzregionen zu Wales und Schottland.
Während des Mittelalters und der frühen Neuzeit spielte Kent eine Hauptrolle bei verschiedenen Aufständen, insbesondere der Peasants’ Revolt von 1381, die von Wat Tyler angeführt wurde, Jack Cades Kentrevolte von 1450, sowie Thomas Wyatts Aufstand von 1553 gegen Königin Maria I. Die Royal Navy nutzte den Medway zum ersten Mal im Jahre 1547 und mietete bei Jyllingham Water ein Lagerhaus. Unter Elisabeth I. (1558–1603) wurde in Chatham eine kleine Werft gebaut. Bis 1618 wurden flussabwärts weitere Lagerhäuser, ein Leinpfad, ein Trockendock und Häuser für Verwaltungsbeamte errichtet.
Wegen der Spannungen zwischen Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich im 17. Jahrhundert wurde Kent immer stärker militärisch aufgerüstet. Nach dem Überfall im Medway, einem niederländischen Angriff auf die Häfen im Medway, wurden entlang der Küste mehrere Forts gebaut. Das 18. Jahrhundert wurde dominiert durch die Kriege mit Frankreich. In dieser Zeit wurde der Medway der Hauptstützpunkt für die Flotte, die an der niederländischen und französischen Küste agierte. Als sich die Auseinandersetzungen immer mehr in den Atlantik verlagerten, übernahmen die Häfen von Portsmouth und Plymouth diese Aufgabe. Chatham wurde in dieser Zeit hauptsächlich als Werft für Reparaturen und Neubauten genutzt. In Friedenszeiten wurde die Belegschaft der Werft deutlich reduziert. Ein Hinweis auf die militärische Bedeutung der Grafschaft ist auch, dass die erste britische Generalstabskarte aus dem Jahre 1801 eine Karte von Kent war.
Mit Beginn des 19. Jahrhunderts war die Küste Kents bei Schmugglern beliebt. Banden wie die „Aldington Gang“ brachten Schnaps, Tabak und Salz nach England und transportierten im Gegenzug Waren über den Ärmelkanal nach Frankreich. Im Jahre 1899 wurde die County of London gegründet und die vormals zu Kent gehörenden Gemeinden Deptford, Greenwich, Woolwich, Lee, Eltham, Charlton, Kidbrooke und Lewisham dorthin eingegliedert. Dafür wurde Penge im Jahre 1900 in Kent eingegliedert.

OpenStreetMap

Region : Geographische Breite: 51.21, Geographische Länge: 0.85


Geburt

Treffer 1 bis 7 von 7

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Birde, William  1535, Kent, England, Großbritannien I74305
2 Gibbone, Gervas  1535, Kent, England, Großbritannien I74301
3 Gibbone, Mary Grisselle  1590, Kent, England, Großbritannien I74296
4 Iggleston, Ruth  um 1633, Kent, England, Großbritannien I215485
5 Maynard, Frances  1537, Kent, England, Großbritannien I74306
6 Moys, John Edward  26 Mrz 1810, Kent, England, Großbritannien I211173
7 Rogers, Elizabeth  10 Mrz 1808, Kent, England, Großbritannien I211174

Gestorben

Treffer 1 bis 2 von 2

   Nachname, Taufnamen    Gestorben    Personen-Kennung 
1 Gibbone, Gervas  4 Jan 1594, Kent, England, Großbritannien I74301
2 Maynard, Frances  1568, Kent, England, Großbritannien I74306