Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland



 

Notizen: Wikipedia 2016:
Germersheim (Pfälzisch: Germersche), auch Germersheim am Rhein, ist ein Mittelzentrum mit etwa 20.000 Einwohnern in Rheinland-Pfalz. Sie ist eine verbandsfreie Stadt sowie Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. Die Stadt ist und war insbesondere als Militärstadt bedeutsam.
Geschichte:
Zur Zeit der Eroberung Galliens durch Gaius Julius Caesar lebten in der Region Germersheim die Volksstämme der Triboker oder Wangionen. Nach der Eroberung bildet die Provinz Germania superior mit dem Rhein die Grenze des Römischen Reiches gegen Germanien. Später wurden noch kleinere Teile östlich des Rheins erobert (Agri decumates). Nachdem immer mehr fränkische und alemannische Stämme die römischen Gebiete bedrängten, wurde diese 275/276 aufgegeben und der Limes an den Rhein zurückverlegt (Limesfall). Die Römer errichteten vermutlich am Ort des heutigen Germersheims ein befestigtes Soldatenlager namens Vicus Julius zur Sicherung dieser Grenze. Das Lager wurde bis ins 4. Jahrhundert unterhalten. Nachdem im Jahr 405 die Ostgoten in Italien eingefallen waren, wurden 406 die römischen Truppen aus der Pfalz abgezogen.
Kaiser Konrad II ließ am Hochufer des Rheins an der Stelle des heutigen Germersheim eine Burg bzw. Schloss errichten. Der 1090 erstmals erwähnte Ort erhielt am 18. August 1276 durch König Rudolf von Habsburg die Stadtrechte verliehen. Mit diesem Akt wurde die Geschichte der Stadt nachhaltig beeinflusst.
Der Text der Urkunde lautet in deutscher Übersetzung:
„Rudolf, durch Gottes Gnade römischer König, allezeit Mehrer, an alle Getreuen des römischen Reiches, welche gegenwärtigen Brief lesen oder hören werden, zu ewigem Gedächtnis. Wenn Wir auch die erfreuliche Aufgabe haben, aller Getreuen des heiligen römischen Reiches Wohlfahrt, samt und sonders, zu fördern – wissen Wir ja, dass Wir vom König der Könige dazu berufen sind – so halten Wir doch für angemessen, jene mit einer reicheren Fülle von Huld und Gnade zu bedenken, welche, in Unseren gnädigen Schutz sich begebenden, das Verlangen tragen, unter Unserer Fittige Schirm sich zu bergen. Da wir nun bei Unserer Burg zu Germersheim eine neue Stadt als Platz für eine neue Ansiedlung anlegen lassen, so wollen wir allen, welche genannte Stadt bewohnen oder anderswoher in dieselbe ziehen, folgende Gunst Königlicher Freigiebigkeit gewähren, nämlich, dass alle Bürger und Insassen dieser Stadt die nämlichen Rechte, Freiheiten und Privilegien, womit nachweislich die Stadt Speyer von den römischen Kaisern und Königen, Unseren berühmten Vorgängern, begabt wurde, von Unserer Königlichen Huld empfangen und auf ewig geniessen sollen. Zum Gedächtnis an die von Uns verliehene Freiheit und zu deren ewig gültigen Bekräftigung haben Wir daher diesen Brief abfassen und mit Unserem Königlichen Insiegel versehen lassen. Gegeben zu Worms am 18. August, in der 8. Indiction, im Jahre des Herrn 1276, Unserer Regierung aber im dritten Jahre.“ – Zitiert nach Joseph Probst
Schon im Jahre 1325 verpfändete Kaiser Ludwig IV die Stadt an die Pfalzgrafen bey Rhein. Da die Stadt durch den Kaiser nicht ausgelöst wurde, fügte Pfalzgraf Rudolf II. der Blinde im Jahre 1329 Germersheim seinem Herrschaftsgebiet hinzu. Im 14. Jahrhundert wurde Germersheim Landvogtei, später Amts- und Oberamtsstadt. Der Orden der Serviten gründete 1298 ein Kloster, das er bis 1527 betrieb.
In Germersheim wurde 1556 die Reformation eingeführt, was auch die endgültige Schließung des katholischen Klosters zur Folge hatte. In der Kirche wurde der Gottesdienst zunächst nach lutherischem Ritus gefeiert, nach der Konversion des pfälzischen Kurfürsten zum reformierten Glauben nach reformiertem Ritus.
Nach den großen Katastrophen des ausgehenden Mittelalters und der beginnenden Neuzeit, der Pest und dem Dreißigjährigen Krieg, war die Bevölkerung auf wenige Familien geschrumpft. Weitere Zerstörungen erfuhr die Stadt im Rahmen des Französisch-Niederländischen Krieges durch französische Truppen unter Marschall Turenne im Jahre 1674, die auch das von Konrad II. errichtete Königsschloss zerstörten. Lediglich die Krypta und die Grundmauern der katholischen Kirche widerstanden dem Feuer.
Mit dem Frieden von Rijswijk 1697 machte Kurfürst Johann Wilhelm, der selber römisch-katholisch war, weitreichende Konzessionen an das Katholizismus, so dass die Germersheimer Kirche wieder für katholische Gottesdienste benutzt werden konnte. Da dies im Rahmen einer Simultaneum-Regelung war, kam es zu einigen Überschlagungen, wer die St. Jakobus Kirche benutzen durfte. 1699 siedelten sich die Franziskaner in Germersheim an und blieben bis 1793.
Ab 1787 versuchte die Kurpfalz, die im Rhein entstandene Insel Ceylon zu beseitigen, die als Bedrohung der Stadt Germersheim angesehen wurde.
Bei Germersheim fand am 5. Juli 1793 eine Schlacht des französischen Revolutionskrieges statt. Die österreichischen Truppen unter Feldmarschall Dagobert Sigmund von Wurmser schlugen dabei das französische Heer zurück und vereitelten damit den Entsatz von Mainz. In den Jahren 1797 bis 1814 gehörte Germersheim zu Frankreich und war Teil des Departement du Mont-Tonnerre.
Nach dem Ende der Napoleonischen Kriege kam Germersheim gemäß den Vereinbarungen des Wiener Kongresses 1815 zu Österreich und 1816 aufgrund eines Staatsvertrags zum Königreich Bayern. Es begannen die Überlegungen, Germersheim zur Festung auszubauen, um weitere Angriffe Frankreichs abzuwehren. Zwar hatte es zuvor Pläne zum Bau einer Festung bereits im Pfälzischen Erbfolgekrieg von französischer Seite gegeben; diese wurden jedoch, da die Stadt nicht gehalten werden konnte, damals wieder verworfen. Der Bau der Festung begann im Jahre 1834. In die Fluren rund um Germersheim wurden viele Kilometer Minengänge gegraben, die man noch heute bei Bauvorhaben finden kann. Im Jahr 1855 waren die Bauarbeiten an der eigentlichen Festung beendet; das Graben der Minengänge zog sich bis 1861 hin. Die Festung war schon bei ihrer Fertigstellung veraltet. Bei ihrer Planung war weder mit der Steigerung der Reichweite der Geschütze noch mit dem Einsatz von Brisanzgranaten gerechnet worden. Ihr Haupteffekt war nun, dass sie die Stadtentwicklung behinderte. Außerhalb der Festungsmauern durften keine Häuser und Fabriken errichtet werden und der Platz innerhalb war stark begrenzt. So entwickelte sich Germersheim zu einer fast reinen Garnisonstadt, in der das 17. Infanterieregiment „Orff“, zwei Bataillone des 2. Fußartillerie-Regiments und zwei Trainkompanien bis zu ihrer Auflösung nach dem Ende des Ersten Weltkrieges stationiert waren.
1921/22 wurde die Festung, wie im Versailler Vertrag festgelegt, geschleift. Lediglich kleine Teile der eigentlichen Festungsanlage blieben erhalten. Bis 1930 waren im Zusammenhang mit der Besetzung des Rheinlands durch die Siegermächte des Ersten Weltkriegs französische Truppen in Germersheim stationiert, was Konflikte mit der einheimischen Bevölkerung auslöste, so kam es 1926 zum sog. Fall Rouzier.
Die nationalistisch-konservative Haltung der Bevölkerung zu Beginn der NS-Diktatur zeigt sich deutlich am Ausgang der Reichstagswahlen vom 5. März 1933. Hierbei erhielten im Landkreis Germersheim die NSDAP 43,5 % und die BVP (Bayerische Volkspartei) 40,5 % der Stimmen. Die SPD belegte mit 10,3 % Rang 3.
Im Zuge der Aufrüstung der Wehrmacht wurde Germersheim 1936 wieder Garnison. Im Zweiten Weltkrieg waren Teile der Strafdivision 999 in Germersheim stationiert. Generalleutnant Hans Graf von Sponeck, der gegen ausdrücklichen Befehl Hitlers im Winter 1941 seinen hoffnungslos unterlegenen Truppen den Rückzug befahl, wurde hier nach der Umwandlung seines Todesurteils in Festungshaft genommen. Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 wurde er, obwohl unbeteiligt, erschossen.

Geographische Breite: 49.2140244, Geographische Länge: 8.366814599999998


Geburt

Treffer 1 bis 19 von 19

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Benz, Eva Barbara  um 1768Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I190854
2 Benz, Georg Michael  5 Okt 1790Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I190834
3 Benz, Maria Magdalena  12 Mrz 1773Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I190841
4 Betz, Margareth  1796Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I190838
5 Doll, Georg Jacob  17 Jul 1757Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I190853
6 Hoffmann, Eva Katharina  1747Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I187148
7 Kern, Anna Elisabetha  20 Aug 1768Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I190835
8 Kern, Georg Karl  27 Mrz 1760Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I190822
9 von Gerichten, Jakob Heinrich  25 Aug 1769Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I187153
10 von Gerichten, Johann Jakob  1782Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I187182
11 Zahn, Amalia Apollonia  5 Apr 1851Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I155461
12 Zahn, Eva Maria  7 Feb 1854Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I155465
13 Zahn, Eva Maria Carolina  5 Nov 1852Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I155462
14 Zahn, Jakob  geschätzt 1858Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I155463
15 Zahn, Johann Georg  18 Okt 1818Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I155460
16 Zahn, Johann Georg Hermann  31 Mai 1864Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I155467
17 Zahn, Maria Magdalena  24 Feb 1850Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I155464
18 Zahn, Susanna  10 Nov 1856Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I155466
19 Zimmer, Ernst  14 Jun 1906Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I189685

Getauft

Treffer 1 bis 4 von 4

   Nachname, Taufnamen    Getauft    Personen-Kennung 
1 Kern, Eva Margaretha  9 Sep 1811Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I190886
2 Kern, Jacob Heinrich  27 Mrz 1763Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I190403
3 Kern, Philipp Henrich  13 Dez 1771Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I190840
4 Stein, Georg Heinrich  6 Feb 1791Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I190898

Gestorben

Treffer 1 bis 5 von 5

   Nachname, Taufnamen    Gestorben    Personen-Kennung 
1 Dauber, Juliana  1813Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I199097
2 Hoffmann, Eva Katharina  1779Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I187148
3 von Gerichten, Georg Jakob  1799Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I187147
4 Zahn, Johann Georg  30 Dez 1875Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I155460
5 Zimbelmann, Christina  16 Apr 1942Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I155201

Beruf

Treffer 1 bis 4 von 4

   Nachname, Taufnamen    Beruf    Personen-Kennung 
1 Hoffmann, Andreas  Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I187149
2 Humbert, Friedrich Jakob  1818Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I187252
3 von Gerichten, Georg Jakob  Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I187147
4 Zahn, Johann Georg  Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland I155460

Verheiratet

Treffer 1 bis 7 von 7

   Familie    Verheiratet    Familien-Kennung 
1 Kern / Benz  31 Mrz 1818Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland F63860
2 Kern / Brechtel  29 Nov 1791Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland F63848
3 Kern / Esswein  1789Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland F63686
4 Kern / Kern  12 Feb 1754Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland F63847
5 Kern / von Nida  11 Feb 1771Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland F63858
6 von Gerichten / Hoffmann  1765Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland F62588
7 Zimmer / Kropfinger  4 Dez 1937Germersheim, Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland F63451