Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland



 


Notizen: Wikipedia 2016:
Hilsbach ist eine ehemals selbständige Stadt im Süden des Rhein-Neckar-Kreises in Baden-Württemberg, die seit 1971 nach Sinsheim eingemeindet ist.
Geschichte:
Hilsbach wird erstmals 798 im Lorscher Codex in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch als Hilleresbach erwähnt. Die erste Siedlung lag vermutlich im Tal des Hilsbaches (heutige Unterstadt), später entstand auf einer Anhöhe im Bereich der Oberstadt eine Feste mit massivem Mauerwerk. Die Grafen von Oettingen haben dort im frühen 13. Jahrhundert eine Kirche erbaut und gelten auch als Erbauer der Stadt, als die Hilsbach 1310 erstmals erwähnt wird. Das von einer Stadtmauer umfasste Gebiet betrug etwa 250 x 200 Meter. In Hilsbach waren verschiedene weitere Familien begütert, darunter die die Herren von Gemmingen, die Pfalzgrafen, Bayern, die Grafen von Hohenlohe, die Grafen von Katzenelnbogen, die Herren von Venningen und der Deutsche Orden.
Von den Grafen von Oettingen kam Hilsbach 1310 zusammen mit Steinsberg und Weiler an die Kurpfalz. Die seit 1361 in Hilsbach begüterten Herren von Venningen, die viele kurpfälzische Burgvögte auf dem nahen Steinsberg stellten, erhielten 1517 den Steinsberg, Weiler sowie die Höfe Birkenau und Buchenau als kurpfälzisches Lehen. Die kurpfälzische Vogtei wurde daraufhin vom Steinsberg nach Hilsbach verlegt und dort 1521 eine kurpfälzische Kellerei errichtet. Zum Einzugsgebiet der Kellerei Hilsbach gehörten Elsenz, Kirchardt, Reihen, Richen, Schluchtern, Sinsheim, Stebbach, Steinsfurt und Streichenberg.
Im Bauernkrieg 1525 wurden unter dem Anführer Anton Eisenhut die Kellerei sowie herrschaftliche und kirchliche Güter von Bauern geplündert. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort mehrfach geplündert und verwüstet. 1641 zerstörte ein Stadtbrand weiteren Baubestand. 1667 stürzte die Kirche wegen Baufälligkeit ein. Im späten 17. Jahrhundert wurden zahlreiche Siedler aus Frankreich und der Schweiz im sich langsam erholenden Ort aufgenommen, der zum kurpfälzischen Oberamt Mosbach gehörte.
Im späten 18. Jahrhundert gab es Planungen des Amtskellers Jung, in der sich südöstlich der Stadt weit ausdehnenden Gemarkung aus Gründen der besseren Baumöglichkeiten ein ganzes Dorf neu zu errichten. Die Pläne wurden nicht verwirklicht, lediglich der außerhalb gelegene Junghof geht noch auf die versuchte Siedlungsgründung zurück.
1803 kam Hilsbach zum neu gegründeten Fürstentum Leiningen, doch schon 1806 kam Hilsbach mit der Leiningenscher Standesherrschaft zu Baden. 1808 wurde eine Leiningensche Amtsverwaltung eingerichtet, 1813 kam Hilsbach zum Badischen Bezirksamt Eppingen und 1841 zum Bezirksamt Sinsheim.
Um 1800 betrug die Einwohnerschaft rund 1000 Personen in rund 160 Häusern. Noch 1806 gab es fünf Türme, davon zwei Tortürme. Der Ort begann zu jener Zeit, über die Stadtmauern hinauszuwachsen. Um 1822 wurde das Obertor abgerissen. Dem flächenmäßigen Wachstum stand die Ab- und Auswanderung von Einwohnern entgegen, die andernorts der vorherrschenden Armut zu entfliehen suchten. Allein im November 1854 wanderten 202 Hilsbacher in die USA aus. Die jüdische Gemeinde des Ortes hatte im Judenviertel eine Synagoge eingerichtet und wurde 1857 mit 28 Personen beziffert, wurde jedoch bereits 1877 aus Mangel an Gläubigen aufgelöst. Um 1900 hatte Hilsbach rund 1250 Einwohner, darunter noch neun Juden. Im Jahr 1900 wurde die verlängerte Katzbachbahn, die Eisenbahnlinie von Odenheim nach Hilsbach, eröffnet.
Der Ort kam 1936 bei der Gründung des Landkreis Sinsheim an diesen und verlor zur Zeit des Dritten Reiches seine Stadtrechte. 1939 wurden 1139 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 1321. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung durch den Zuzug von Flüchtlingen in die neu geschaffenen Baugebiete auf über 1800 Personen im Jahr 1951 an. 1956 erlangte Hilsbach die Stadtrechte wieder. 1960 wurde der Eisenbahn-Streckenabschnitt von Odenheim bis Hilsbach stillgelegt. 1971 wurde Hilsbach mit damals rund 1500 Einwohnern nach Sinsheim eingemeindet.
1982 wurde die barocke Amtskellerei zum Rathaus umgebaut, von 1990 bis 1999 erfolgte ein umfassendes Sanierungsprogramm in der Ortsmitte. Im Jahr 2003 wurden 2230 Einwohner gezählt.

OpenStreetMap

Ort : Geographische Breite: 49.1958164, Geographische Länge: 8.8622332


Geburt

Treffer 1 bis 14 von 14

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Foltz, Margaret  19 Jan 1862Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I5403
2 Frey, Margaretha  1736Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230761
3 Graff, Johann Jacob  3 Jul 1792Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I120478
4 Holzwarth, Hans Michael  21 Jul 1658Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230777
5 Holzwarth, Johann Georg  3 Jan 1757Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230758
6 Holzwarth, Johann Georg  10 Apr 1799Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I1242
7 Holzwarth, Johann Jacob  21 Dez 1732Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230760
8 Holzwarth, Johann Michael  1629Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230781
9 Holzwarth, Johannes Georg  14 Okt 1711Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230762
10 Holzwarth, Magdalena  6 Apr 1807Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I42543
11 Holzwarth, Maria Barbara  14 Aug 1795Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I154688
12 Holzwarth, Rudolph  7 Aug 1689Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230775
13 Ries, Georg Michael  um 1773Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I202771
14 Ziegler, Georg  1742Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I114793

Gestorben

Treffer 1 bis 8 von 8

   Nachname, Taufnamen    Gestorben    Personen-Kennung 
1 Frey, Margaretha  11 Nov 1804Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230761
2 Hofmann, Ursula Sybilla  25 Jan 1694Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230782
3 Holzwarth, Johann Jacob  21 Nov 1794Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230760
4 Holzwarth, Johann Michael  18 Jun 1675Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230781
5 Holzwarth, Margaretha - wife of  30 Mai 1675Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230784
6 Holzwarth, Rudolph  25 Apr 1763Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230775
7 Ludwig, Anna Barbara  1759Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230763
8 Ziegler, Anna Elisabeth  18 Aug 1760Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230776

Begraben

Treffer 1 bis 1 von 1

   Nachname, Taufnamen    Begraben    Personen-Kennung 
1 Holzwarth, Rudolph  28 Apr 1763Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland I230775

Verheiratet

Treffer 1 bis 1 von 1

   Familie    Verheiratet    Familien-Kennung 
1 Holzwarth / Huber  31 Aug 1790Hilsbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland F79127