Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland



 


Notizen: Wikipedia 2015:
Karlsruhe ist die zweitgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg. Die Großstadt liegt rechtsrheinisch in der Trinationalen Metropolregion Oberrhein, ist Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Karlsruhe und des Landkreises Karlsruhe und bildet selbst einen Stadtkreis (kreisfreie Stadt). Im Westen grenzt Karlsruhe an den Rhein und das Land Rheinland-Pfalz. Die Stadt ist Oberzentrum für die Region Mittlerer Oberrhein und Teile der Südpfalz.
Das 1715 vom heutigen Stadtteil Durlach aus als barocke Planstadt gegründete Karlsruhe war Haupt- und Residenzstadt des ehemaligen Landes Baden. Charakteristisch für den ursprünglichen Stadtplan sind die 32 ringsum vom Schloss in die Parkanlagen und den Hardtwald der Oberrheinebene ausstrahlenden Straßen. Nur das südliche Viertel wurde zentrumsnah bebaut; seinem fächerförmigen Grundriss verdankt Karlsruhe den Beinamen „Fächerstadt“. Friedrich Weinbrenners klassizistische Bauten prägen das Bild der Stadterweiterung aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Seit 1950 ist Karlsruhe Sitz des Bundesgerichtshofs und des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof und seit 1951 des Bundesverfassungsgerichts, weshalb die Stadt „Residenz des Rechts“ genannt wird. Zahlreiche Behörden und Forschungseinrichtungen mit überregionaler Bedeutung sind in Karlsruhe angesiedelt. Unter den neun Hochschulen der Stadt ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die älteste und größte. Großen Infrastruktureinrichtungen wie den beiden Rheinhäfen und der zweitgrößten Raffinerie Deutschlands steht eine ansonsten vorwiegend mittelständisch geprägte Wirtschaft gegenüber. Karlsruhe ist einer der bedeutendsten europäischen Standorte der Informations- und Kommunikationstechnik. Daran knüpft mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) auch eine der wichtigsten Kulturinstitutionen in der Stadt an. Andere, wie das Badische Landesmuseum oder die Staatliche Kunsthalle, gehören zum Erbe der Residenzzeit.
Geschichte:
In der näheren Umgebung der erst 1715 im Hardtwald gegründeten Planstadt Karlsruhe lagen mehrere Dörfer sowie die Städte Durlach und Mühlburg. Diese inzwischen nach Karlsruhe als Stadtteile eingemeindeten Orte haben eine wesentlich längere Geschichte als die heutige Kernstadt.
In Knielingen, Rüppurr und Durlach sind Funde von Beilen und Bronzebarren aus der Bronzezeit belegt. 1911 fand man ein Gräberfeld mit zehn Bestattungen aus der jüngeren Eisenzeit. Am Rand einer römischen Siedlung im Stadtteil Grünwinkel wurden 1922–1927 drei Ziegelöfen und ein Töpferofen freigelegt, die wohl vom Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. bis zum Ende des 2. Jahrhunderts betrieben wurden. Ein Gräberfeld mit 44 Bestattungen und viele weitere Spuren wie einzelne Gräber, Ziegelbrennereien oder Münzen weisen auf eine römische Besiedlung hin.
786 wurde der älteste Stadtteil Knielingen erstmals urkundlich erwähnt. Die Grafen von Hohenberg erbauten im 11. Jahrhundert die Burganlage auf dem Turmberg bei Durlach. 1094 stifteten sie das Benediktinerkloster Gottesaue, auf dessen Gelände seit dem späten 16. Jahrhundert das Schloss Gottesaue steht. Das Kloster begünstigte das Wachstum nahegelegener Siedlungen wie Mühlburg, Knielingen oder Neureut. In das Jahr 1196 fällt die erste urkundliche Erwähnung Durlachs als Stadt.
1525 schlossen sich Mühlburg, Durlach und Neureut dem Bauernaufstand an. Baden-Durlach wurde 1556 protestantisch und in der Folge kauften sich die Neureuter 1563 von der Leibeigenschaft frei. Als 1565 Markgraf Karl II. seine Residenz von Pforzheim nach Durlach verlegte, erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung.
Im Dreißigjährigen Krieg wurden Rintheim, Durlach, Hagsfeld und Mühlburg zerstört. Während des Pfälzischen Erbfolgekriegs zerstörten französische Truppen 1689 die Residenzstadt Durlach, Schloss Gottesaue, Rintheim, Mühlburg, Knielingen und Daxlanden, nicht zerstört wurde dagegen Rüppurr.
1699 siedelten sich geflohene Hugenotten in Neureut an. Es entwickelte sich ein neuer Ortsteil, der Welschneureut genannt wurde. Der alte Ortsteil hieß im Gegensatz dazu Teutschneureut.
Karlsruhe ist eine der letzten großen europäischen Stadtgründungen auf dem Reißbrett und zugleich Ergebnis einer weitreichenden Idee: Karl Wilhelm, Markgraf von Baden-Durlach, entschloss sich, die mittelalterliche Enge seiner damaligen Residenz Durlach gegen den Bau einer neuen, in Anlage und Geist offenen Stadt einzutauschen.
Der Legende nach soll Karl Wilhelm einst bei einem Jagdausritt im Hardtwald eingeschlafen sein. Er träumte von einem prachtvollen Schloss, das sonnengleich im Zentrum seiner neuen Residenz lag, die Straßen der Stadt waren gleichsam die Sonnenstrahlen. Karl Wilhelm ließ sich seine Traumstadt entwerfen (siehe auch: Planstadt) und gründete die nach ihm („Carols Ruhe“) benannte Residenz am 17. Juni 1715 mit der Grundsteinlegung des Karlsruher Schlossturmes.
Die tatsächlichen Motive der Gründung sind nicht überliefert. Die strahlenförmige Anlage, die auch als städtebauliche Verkörperung des Absolutismus gesehen wird, entspricht der Typologie eines Jagdsterns und erschloss den Hardtwald als Jagdrevier. Der Turm diente zunächst als Jagd- und Lustschloss. Erst 1718 wurde Karlsruhe Residenz der Markgrafschaft Baden-Durlach.
Die Stadtanlage ist bis heute erhalten: Das Schloss liegt im Zentrum eines Kreises, von dem aus strahlenförmig Straßen in die Stadt nach Süden und Alleen durch den Hardtwald nach Norden verlaufen. Vom Schlossturm im Zentrum hat man Einblick in alle Strahlen. Es sind insgesamt 32 Straßen und Alleen. Diese Anzahl entspricht exakt der Einteilung der Kompassrose. Das südliche Viertel des Vollkreises bildete das bebaute Stadtgebiet und erstreckte sich bis zur Landstraße Durlach–Mühlburg, der heutigen Kaiserstraße. Der Grundriss erinnert an einen Fächer, weswegen Karlsruhe den Beinamen „Fächerstadt“ führt. Die Straßen waren nach den Mitgliedern des anlässlich der Grundsteinlegung gestifteten Hausordens der Treue benannt. Die ganz auf den Fürsten ausgerichtete Planung sah zunächst weder Rathaus noch Marktplatz vor.
Mit dem Privilegienbrief vom 24. September 1715, der seine Vorstellung einer Modellstadt zusammenfasste und bereits viele Zeichen eines hochmodernen Staats- und Menschenbildes trug, schuf Karl Wilhelm Anreize zur Besiedlung Karlsruhes. In den „Privilegien“ scheint vieles auf, was sich die europäischen Völker in den Revolutionen der Folgezeit, bis ins 20. Jahrhundert hinein, als gutes Recht eines jeden Menschen erkämpften: persönliche Freiheit, wirtschaftliche Freiheiten, Gleichheit vor dem Recht, politische Mitsprache. Am Aufbau Karlsruhes beteiligten sich Menschen aus Frankreich, Polen, Italien, der Schweiz und den vielen Ländern des damals noch zersplitterten Deutschlands. Der erste Bürgermeister der Stadt, Johannes Sembach, stammte aus Straßburg.
Nach der Wiedervereinigung von Baden-Durlach mit der Markgrafschaft Baden-Baden im Jahr 1771 war Karlsruhe Residenz der gesamten Markgrafschaft Baden.
Von 1806 an war die Stadt die Residenz der badischen Großherzöge. 1818 erließ Großherzog Carl in Karlsruhe die badische Verfassung, die für die damalige Zeit sehr liberal war. 1822 entstand in Karlsruhe das erste eigens zu diesem Zweck erbaute Parlamentsgebäude auf deutschem Boden (Erinnerungsstätte Ständehaus). Zu den Abgeordneten der Badischen Ständeversammlung gehörte Friedrich Hecker, einer der Anführer der Badischen Revolution 1848/49.
1825 gründete Großherzog Ludwig I. das Polytechnikum als Keimzelle der Universität Karlsruhe, heute Karlsruher Institut für Technologie. 1846 entstand in Durlach neben der Heidelberger eine der ersten Freiwilligen Feuerwehren.
Im Zuge der Badischen Revolution floh Großherzog Leopold im Mai 1849 nach Koblenz. Bis zur Niederschlagung der Aufständischen in Rastatt durch preußische Truppen im Juli war Baden de facto eine Republik. Mit dem ersten deutschen Verwaltungsgericht und damit der in Deutschland erstmaligen Möglichkeit, verbriefte Bürgerrechte gegenüber Rechtsverstößen des Staates einzuklagen, markiert Karlsruhe 1863/64 einen Meilenstein auf dem Weg, aus Untertanen Bürger zu machen.
Vom 3. bis zum 5. September 1860 fand in Karlsruhe der Karlsruher Kongress statt, der erste internationale Fachkongress einer naturwissenschaftlichen Disziplin.
Am 4. November 1876 wurde in Karlsruhe die erste Sinfonie in c-Moll, Opus 68 von Johannes Brahms durch die Großherzoglich Badische Hofkapelle uraufgeführt. Am 21. Januar 1877 fuhr die erste von Pferden gezogene Karlsruher Straßenbahn. Am 16. September 1893 wurde das erste deutsche Mädchengymnasium in Karlsruhe eröffnet, das heutige Lessing-Gymnasium.
Die Einwohnerzahl überschritt 1901 die Grenze von 100.000, wodurch Karlsruhe zur Großstadt wurde. Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche Nachbargemeinden eingemeindet oder eingegliedert. Nach der Novemberrevolution 1918 verlor Karlsruhe die Funktion als Residenz und wurde Hauptstadt des Freistaates Baden. Karlsruhe war außerdem, wie schon zu Zeiten der Monarchie, Sitz des Landeskommissärbezirkes Karlsruhe.

OpenStreetMap

Ort : Geographische Breite: 49.0131816, Geographische Länge: 8.4021378


Geburt

Treffer 1 bis 12 von 12

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Abel, Jakobine  1755Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I125117
2 Dellinger, Hans Paul  1670Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I216004
3 Ebert, Adolph  1871Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I11228
4 Ebert, Heinrich  1868Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I11227
5 Ebert, Karl  1883Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I11255
6 Ebert, Richard  1895Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I11256
7 Ebert, Wilhelm  1878Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I11229
8 Frey, Nicolaus  1602Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I221415
9 Haidt, Eva Rosine  10 Mai 1822Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I70342
10 Kiefer, Johann Christoph  um 1735Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I194492
11 Mall, Doris Sibylle  13 Sep 1941Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I195898
12 Seitz, Clara Anna  20 Mrz 1669Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I216005

Gestorben

Treffer 1 bis 19 von 19

   Nachname, Taufnamen    Gestorben    Personen-Kennung 
1 Baer, Johannes  4 Apr 1828Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I155498
2 Beck, Eduard  21 Jul 2002Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I45634
3 Beck, Wilhelm  15 Apr 1994Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I45632
4 Becker, Friedrich  20 Dez 1961Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I194788
5 Böpple, Else  6 Nov 1972Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I224991
6 Clemens, Maria  10 Apr 1998Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I203169
7 Dellinger, Hans Paul  1 Jul 1746Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I216004
8 Ebert, Adolph  1870Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I11223
9 Ebert, Ludwig  1912Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I11219
10 Ebert, Richard  1919Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I11253
11 Gemar, Philippina  6 Feb 1954Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I168925
12 Kronwald, Ewald  2013Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I174555
13 Schneider, Christine  21 Dez 2004Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I207693
14 Seitz, Clara Anna  25 Nov 1745Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I216005
15 Treiling, Wilhelm Walter  14 Mai 1991Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I192917
16 Walter, Ida  24 Okt 2004Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I142693
17 Walz, Friedrich  26 Jul 2008Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I190673
18 Wüst, Emilie  26 Nov 1974Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I196196
19 Zimpelman, Orrin Lee  Jun 1982Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland I195897

Verheiratet

Treffer 1 bis 1 von 1

   Familie    Verheiratet    Familien-Kennung 
1 Fischer / Oehler  11 Aug 1844Karlsruhe, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland F76084