Kleinker, Juzna Backa, Vojvodina, Österreich-Ungarn



 

Notizen: Wikipedia 2017:
Backo Dobro Polje (ung. Kisker oder Kis Ker; dt. veraltend, Kleinker, Kischker oder Klein Ker) ist ein Ort in der serbischen Provinz Vojvodina im Süden der Batschka; er gehört zur Opština Vrbas.
Geschichte:
Backo Dobro Polje wurde um 1786 auf dem Gebiet des damaligen Ungarn von Migranten aus Baden, Franken, dem Elsass, Hessen und der Pfalz gegründet. Joseph II. ermöglichte zunächst 230 protestantischen Haushalten die Übersiedlung. Es wurde als für die Batschka typisches Gassendorf angelegt; die Gassen verkreuzten sich dabei rechtwinklig.
Bis Mitte des 20. Jahrhunderts bildeten ethnisch Deutsche die überwiegende Mehrheit der Einwohner. So waren 1910 von damals 3.550 Einwohnern 3.435 so genannte Volksdeutsche. Während der donauschwäbischen Besiedlung gehörte das Gebiet zunächst zu Österreich-Ungarn, 1918 wurde die Vojvodina jedoch Serbien angeschlossen. 1934 folgten einige Studenten der Fachgruppe Medizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg einer Einladung des Direktors der Zentralgenossenschaften der ländlichen Wohlfahrtsgenossenschaften („ZEWOGE“) in Neusatz, Johann Wüscht. Die Studenten kamen vier Sommer hintereinander in die Batschka. Der Sammelband mit den Forschungsergebnissen der „Gruppe Grimm“, zu der auch Gabriele Wülker gehörte, ging als Reichssiegerarbeit aus dem Reichsberufswettkampf der deutschen Studenten 1936/37 in der Sparte „Rasse und Gesundheitswesen“ hervor und enthält ausführliche Daten über die Gemeinde und ihre Bewohner.
Während des Zweiten Weltkrieges war die Batschka vom faschistischen Ungarn besetzt. Nach der Befreiung der Vojvodina 1945 wurden große Teile der donauschwäbischen Bevölkerung vertrieben, so auch im bis dahin von zumeist ethnisch Deutschen bewohnten Backo Dobro Polje. So kam es in den letzten Kriegstagen in Backo Dobro Polje zu Massenhinrichtungen von Mitgliedern der 7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division „Prinz Eugen“, aber auch anderen bessergestellten Deutschen durch Titos Partisanen. Zudem beherbergte das Dorf ein von jugoslawischen Partisanen eingerichtetes Internierungslager für Volksdeutsche.
In den späten 1940ern und frühen 1950ern wurde der Ort von montenegrinischen und in geringerem Maße bosnischen und mazedonischen Migranten besiedelt, so dass 1971 die Bevölkerungsgruppe der Montenegriner mit mehr als 55 % der Bevölkerung überwog. Bis zum Jahr 2002 veränderte sich die Bevölkerungszusammensetzung dahingehend, dass sich 2.246 (57 %) als Serben sehen und nur noch 1.500 (38 %) als Montenegriner.

Geographische Breite: 45.50448009999999, Geographische Länge: 19.665990100000045


Geburt

Treffer 1 bis 3 von 3

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Lautenschläger, Heinrich  1769Kleinker, Juzna Backa, Vojvodina, Österreich-Ungarn I164735
2 Lautenschläger, Margaretha  3 Dez 1796Kleinker, Juzna Backa, Vojvodina, Österreich-Ungarn I162841
3 Schlafmann, Katharina  24 Jan 1775Kleinker, Juzna Backa, Vojvodina, Österreich-Ungarn I164736