Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland



 


Notizen: Wikipedia 2020:
Ludwigshafen am Rhein ist die größte Stadt der Pfalz, mit rund 172.000 Einwohnern (Stand 2019) nach der Landeshauptstadt Mainz die zweitgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz und nach Mannheim die zweitgrößte Stadt der Metropolregion Rhein-Neckar.
Am linken Rheinufer gegenüber der baden-württembergischen Schwesterstadt Mannheim gelegen, ging Ludwigshafen in den 1840er Jahren aus der ehemaligen Mannheimer Rheinschanze hervor. 1853 wurde es amtlich zu einer eigenen Gemeinde. Die Stadt ist vor allem als Hauptsitz der BASF sowie als Heimatstadt von Helmut Kohl bekannt. Ludwigshafen und Mannheim bilden ein zusammenhängendes Stadtgebiet und teilen sich unter anderem das Straßenbahnnetz und das Telefonnetz mit der gemeinsamen Vorwahl 0621.
Ludwigshafen ist eine kreisfreie Stadt und gleichzeitig Verwaltungssitz des die Stadt umgebenden Rhein-Pfalz-Kreises. Sie ist eines der fünf Oberzentren des Landes Rheinland-Pfalz.
Weitere nähergelegene Großstädte sind im Uhrzeigersinn Mainz (etwa 60 km nördlich), Darmstadt (etwa 45 km nordöstlich), Heidelberg (etwa 25 km südöstlich) und Karlsruhe (etwa 50 km südlich).
Die Einwohnerzahl der Stadt überschritt 1921 die Grenze von 100.000, wodurch sie in weniger als einem Jahrhundert nach ihrer Gründung zur Großstadt wurde.
Geschichte:
Der Raum Ludwigshafen ist bereits seit sehr früher Zeit besiedelt. Nach Ansicht einiger Historiker existierte im Bereich des Ortsteils Rheingönheim das Römerkastell Rufiniana. Durch die Gemarkung der Ortsteile Maudach und Oggersheim führte die Römische Rheintalstraße von Speyer nach Worms.
1607 gründete Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz am Westufer des Rheins die Mannheimer Rheinschanze als Brückenkopf der Festung Mannheim. Sie wurde nach der Neugründung der Stadt Mannheim 1720 weiter ausgebaut und zwischen 1799 und 1804 – während der Franzosenzeit – von französischen Truppen geschleift.
1811 entstand an dieser Stelle ein privater Schiffslandeplatz am Rhein. Nach dem Wiener Kongress kam die links des Rheins gelegene Pfalz 1816 zu Bayern, die rechts des Rheins gelegene Kurpfalz mit der ehemaligen Hauptstadt Mannheim blieb bei Baden, zu dem sie 1803 gekommen war. Das Gebiet der späteren Stadt Ludwigshafen gehörte zunächst zum Kanton Mutterstadt. 1818 wurde dieser Kanton Teil des Landkommissariats Speyer im Rheinkreis, des Vorläufers des Landkreises Speyer.
Ab 1820 entstand auf dem Gelände eine private Handelsniederlassung mit künstlichem Hafenbecken, die am 14. März 1843, auf Initiative des pfälzischen Regierungspräsidenten Fürst Eugen von Wrede, vom bayerischen Staat erworben wurde. Dieser benannte sie zu Ehren von König Ludwig I. von Bayern in Ludwigshafen um und unterstützte die rasche Vergrößerung als industrieller Gegenpol zur badischen Stadt Mannheim. Neun Jahre später wurde die aufstrebende Siedlung zu einer selbständigen Gemeinde innerhalb des Landkommissariats Speyer erklärt, die mit Wirkung vom 14. April 1853 formell errichtet wurde. Ihre Gemarkungsfläche betrug 366 ha, die sie wie folgt erhielt: 240 ha von der Gemeinde Friesenheim und 126 ha von der Gemeinde Mundenheim. Beide Orte wurden später eingemeindet.
1852 verlieh König Maximilian II. Ludwigshafen die Rechte einer Gemeinde:
„Seine Majestät der König haben die Bildung einer eigenen politischen Gemeinde Ludwigshafen, bestehend aus den Ansiedlungen zu Ludwigshafen, den Hemshöfen, dem Ganter- und Rohrlachhofe, so dann der Gräfenau, ferner die Bannabteilung zwischen den Gemeinden Friesenheim, Mundenheim und Ludwigshafen allergnädigst zu genehmigen geruht.“
Am 8. November 1859 wurde die Gemeinde Ludwigshafen zur Stadt erhoben. 1860 übernahm sie den bisher in Mutterstadt gelegenen Distriktssitz, sodass nun ein eigener Distrikt Ludwigshafen im Landkommissariat Speyer bestand.
Am 8. Mai 1865 wurde die Konzession zur Ansiedelung der Badischen Anilin- und Sodafabrik (BASF) erteilt. Dieses Unternehmen war kurz zuvor gegründet worden, hatte aber vom Mannheimer Gemeinderat kein Gelände zugebilligt bekommen, weshalb das laut seiner Firma „badische“ Unternehmen auf das gegenüberliegende Rheinufer in die zu Bayern gehörende Pfalz auswich. Aus der BASF wurde später ein weltweit operierender Chemiekonzern, der Gesicht und Geschichte der Stadt bis heute prägt. Inzwischen ist die Abkürzung BASF die offizielle Firma des Unternehmens. In der lokalen Umgangssprache wird sie noch häufig „die Anilin“ genannt, und ihre Mitarbeiter „Aniliner“.
1882 erhielt die Stadt zur Unterscheidung von gleichnamigen anderen Orten den Namenszusatz „am Rhein“. 1886 wurde das frühere Landkommissariat Speyer, seit 1862 Bezirksamt genannt, geteilt. Damit wurde Ludwigshafen Sitz eines eigenen Bezirksamtes, aus dem 1939 der Landkreis Ludwigshafen am Rhein hervorging.
1920 wurde Ludwigshafen kreisunmittelbar, das heißt, es schied aus dem Bezirksamt Ludwigshafen aus, blieb aber zunächst noch unter der Finanzhoheit des Bezirksamts. Der Bürgermeister erhielt den Titel Oberbürgermeister. 1925 wurde Ludwigshafen Großstadt.
Im (1938 eingemeindeten) Oppau kamen am 21. September 1921 bei der Explosion des Stickstoffwerkes der BASF 561 Menschen ums Leben, mehr als 2000 wurden verletzt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Ludwigshafen zusammen mit Mannheim mit seinen kriegswichtigen Industrien einer der am meisten bombardierten Ballungsräume in Süddeutschland. Über 80 % der Bebauung im Innenstadtbereich werden durch die 124 zum Teil verheerenden Luftangriffe völlig zerstört. Ludwigshafen und Mannheim waren zudem möglicherweise Ziele der USA für einen Atombombenabwurf. Da die Fertigstellung der Bombe erst nach dem Kriegsende in Europa erfolgte, kam es am 6. August 1945 über Hiroshima zum ersten Einsatz einer Atomwaffe in einem Krieg.
Während des Zweiten Weltkriegs werden in Ludwigshafen etwa 50.000 ausländische Arbeitskräfte und Kriegsgefangene zur Zwangsarbeit herangezogen. Ohnehin schon harten Arbeits- und Lebensbedingungen ausgesetzt – dies gilt vor allem für die sogenannten Ostarbeiter – hatten die Zwangsarbeiter besonders zu leiden unter den Auswirkungen der Bombardements.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stand Ludwigshafen zunächst unter Kontrolle der amerikanischen Militärregierung. Ab dem 10. Juli 1945 gehörte Ludwigshafen zur Französischen Besatzungszone und war – vor Freiburg im Breisgau und dem stark zerstörten Mainz – deren bevölkerungsreichste Stadt. Die Errichtung des Landes Rheinland-Pfalz wurde am 30. August 1946 als letztes Land in den westlichen Besatzungszonen durch die Verordnung Nr. 57 der französischen Militärregierung unter General Marie-Pierre König angeordnet. Es wurde zunächst als „rhein-pfälzisches Land“ bzw. als „Land Rheinpfalz“ bezeichnet; der Name Rheinland-Pfalz wurde erst mit der Verfassung vom 18. Mai 1947 festgelegt.
Aufgrund der unterschiedlichen Politik der Besatzungsmächte im besetzten Deutschland dauerte es in Ludwigshafen – es lag in einer von den Besatzern benachteiligten Region – im Vergleich zu anderen Städten relativ lange, bis der Wiederaufbau voll ins Rollen kam. Die Stadt wurde eilig im einfachen Stil wiederaufgebaut, mit dem Ziel, dem akuten Wohnraummangel auch in der Innenstadt zu begegnen. Daher fehlt es im Stadtbild fast überall an architektonisch hochwertiger Bebauung, an gelungenem und durchdachtem Städtebau – sowie kontextuell an vielen für eine funktionierende Infrastruktur wichtigen Teilen.
Am Nachmittag des 28. Juli 1948 explodierte in der BASF, begünstigt durch die Sommerhitze, ein Eisenbahnkesselwagen mit 30 Tonnen hochentzündlichem Dimethylether. Die Zahl der Todesopfer betrug 207, fast 4000 Menschen wurden verletzt. Auf dem Werksgelände der BASF und im Umkreis entstanden schwere Gebäudeschäden.
Verkehrstechnisch wurden in den 1960er Jahren große Projekte umgesetzt. Neben der Bahnhofsverlegung und der Auflassung der Bahnanlagen zwischen den Stadtteilen Nord und Mitte verwirklichte das Projekt Visitenkarte den Bau von Hochstraßen nach amerikanischem Vorbild.
Im Zuge der rheinland-pfälzischen Gebietsreform wurde 1974 die Gemeinde Ruchheim eingegliedert. Damit erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.

OpenStreetMap

Ort : Geographische Breite: 49.4733862, Geographische Länge: 8.4371567


Geburt

Treffer 1 bis 17 von 17

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Brechtel, Iris Karoline  6 Jul 1930Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I229111
2 Friedrich, Hedwig Helene  8 Mai 1909Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I198420
3 Gemar, Alfred  19 Mai 1905Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I168775
4 Gemar, Gustav  3 Mrz 1901Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I168774
5 Gemar, Johanna  17 Nov 1899Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I168773
6 Hafner, Martha  6 Feb 1922Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I235633
7 Jung, Elisabeth Katharina  16 Jun 1896Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I187492
8 Jung, Hermann  3 Jun 1939Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I198430
9 Mayer, Maria Theresia  2 Jun 1887Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I191793
10 Wagner, Jakob II.  28 Feb 1892Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I198433
11 Wenz, Jakob Adolf Ludwig  25 Jul 1897Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I168709
12 Wenz, Johann Friedrich  15 Mrz 1900Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I168710
13 Wenz, Otto Adolf  24 Apr 1907Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I168711
14 Wolfersberger, Johann  1695Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I93075
15 Zimpelmann, Anna  2 Apr 1917Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I241542
16 Zimpelmann, Klaus  18 Apr 1942Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I191908
17 Zimpelmann, Maria  22 Sep 1909Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I241538

Gestorben

Treffer 1 bis 19 von 19

   Nachname, Taufnamen    Gestorben    Personen-Kennung 
1 Brechtel, Iris Karoline  15 Jun 1977Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I229111
2 Brendel, Salomea  7 Mrz 1936Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I168772
3 Flinckinger, Frieda  nach 1958Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I198409
4 Frech, Michael  1945Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I196108
5 Gemar, Alfred  21 Sep 1977Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I168775
6 Gemar, Jakob  20 Dez 1947Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I168771
7 Jülich, Auguste  7 Aug 1977Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I196623
8 Kieffer, Elisabeth Karoline  22 Mrz 1927Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I186159
9 Meyer, Jakob  1959Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I196469
10 Ruch, Karl  9 Dez 1964Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I190278
11 Schmitt, Emma  5 Jun 1946Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I155293
12 Schwander, Herbert  24 Dez 1981Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I189980
13 Wagner, Jakob II.  6 Nov 1978Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I198433
14 Walz, Thomas  12 Mai 2014Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I190674
15 Weißenburger, Karl Friedrich  4 Jul 1984Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I90487
16 Wenz, Jakob  7 Aug 1940Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I168708
17 Wiedemann, Karl  18 Mai 1959Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I229363
18 Wilhelm, Jacob D.  14 Apr 1913Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I246916
19 Zimbelmann, Eugen  10 Jun 1981Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland I155152

Verheiratet

Treffer 1 bis 2 von 2

   Familie    Verheiratet    Familien-Kennung 
1 Fischer / Hafner  1 Feb 1941Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland F81283
2 Gemar / Brendel  24 Jun 1899Ludwigshafen, Kreis Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland F55978