Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland



 

Notizen: Wikipedia 2015:
Die Quadrate- und Universitätsstadt Mannheim (kurpfälzisch: Mannem [manam], auch Monnem) ist mit etwa 300.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg.[3] Die ehemalige Residenzstadt (1720–1778) der Kurpfalz mit ihrem stadtprägenden Barockschloss, einer der größten Schlossanlagen der Welt, bildet das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar mit 2,35 Millionen Einwohnern. Mannheim liegt unmittelbar im Dreiländereck mit Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Von seiner rheinland-pfälzischen Schwesterstadt Ludwigshafen am Rhein, mit der es ein zusammenhängendes Stadtgebiet bildet, ist Mannheim durch den Rhein getrennt.
Erstmals 766 urkundlich erwähnt im Lorscher Codex, erhielt Mannheim 1607 die Stadtprivilegien, nachdem Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz den Grundstein zum Bau der Festung Friedrichsburg gelegt hatte. Das damals für die mit der Festung verbundene Bürgerstadt Mannheim angelegte gitterförmige Straßennetz mit Häuserblöcken statt Straßenzügen ist in der Innenstadt bis heute erhalten geblieben. Darauf ist die Bezeichnung Quadratestadt zurückzuführen.
Seit 1896 Großstadt, ist Mannheim heute eine bedeutende Industrie- und Handelsstadt, Universitätsstadt und wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen Frankfurt am Main und Stuttgart, unter anderem mit einem ICE-Knotenpunkt, dem zweitgrößten Rangierbahnhof Deutschlands und einem der bedeutendsten Binnenhäfen Europas.
Viele wichtige Erfindungen stammen aus Mannheim: Hier baute Karl Drais 1817 das erste Zweirad, 1880 wurde von Werner von Siemens der erste elektrische Aufzug vorgestellt, 1886 rollte das erste Automobil von Carl Benz über die Straßen, 1921 folgte der Lanz Bulldog. In der Landmaschinenfabrik Heinrich Lanz AG arbeitete auch Andreas Flocken, der Erfinder des ersten deutschen Elektroautos. Im Jahr 1924 erhielt Hugo Stotz ein Patent für die Erfindung des Leitungsschutzschalters. Der Mannheimer Julius Hatry konstruierte 1929 das erste Raketenflugzeug der Welt.
Mit dem als Schillerbühne bekannten Nationaltheater Mannheim, der Kunsthalle Mannheim, den Reiss-Engelhorn-Museen und dem Technoseum ist Mannheim ein überregional bedeutender Theater- und Museumsstandort. Die Popakademie Baden-Württemberg und eine lebendige Popmusikszene machen Mannheim auch zu einem wichtigen Zentrum der deutschen Popmusik, seit 2014 ist Mannheim UNESCO City of Music. Sie ist zugleich eine moderne Fortführung der Mannheimer Schule, die schon in der Mitte des 18. Jahrhunderts viele Musiker (u. a. Wolfgang Amadeus Mozart) nach Mannheim führte und die damalige Musikszene bereicherte.
Mannheim liegt an der Burgenstraße, ist Start- und Zielort der Bertha Benz Memorial Route und Teil der Straße der Demokratie.
Geschichte:
Ein 1929 im Stadtteil Seckenheim ergrabener, vom Jahr 74 n. Chr. bis ins frühe 2. Jahrhundert betriebener Ziegelofen belegt eine Besiedlung in frühgeschichtlicher Zeit.
Das Dorf Mannenheim (= Heim des Manno) wurde im Jahre 766 erstmals im Lorscher Codex urkundlich erwähnt. Lange Jahre ein kleines, unbedeutendes Dorf, fiel Mannheim 1284 an den Pfalzgrafen bei Rhein aus dem Hause Wittelsbach. Regionale Bedeutung erlangte die 1349 auf dem heutigen Lindenhof errichtete Zollburg Eichelsheim, die den Rheinschiffern einen Obolus abverlangte. 1415 wurde in ihr der abgesetzte Papst Johannes XXIII. im Auftrag des Kaisers Sigismund gefangengehalten. Durch den Sieg in der Schlacht bei Seckenheim 1462 über das Heer seiner verbündeten Gegner, des Grafen von Württemberg, des Markgrafen von Baden und des Bischofs von Metz, begründete Kurfürst Friedrich von der Pfalz „der Siegreiche“ die pfälzische Vormachtstellung am mittleren Oberrhein. 1566 zählte Mannheim mit etwa 700 Einwohnern zu den größten Dörfern des Oberamts Heidelberg.
Am 24. Januar 1607 erhielt Mannheim die Stadtprivilegien, nachdem Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz am 17. März 1606 den Grundstein zum Bau der Festung Friedrichsburg gelegt hatte. Die damalige Planung eines gitterförmigen Straßennetzes für die mit der Festung verbundene Bürgerstadt Mannheim ist erhalten geblieben. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648), in dem Mannheim auf Seiten der Protestantischen Union kämpfte, wurde es erstmals 1622 durch Truppen zerstört. Durch Krieg und Seuchen kam es in Mannheim, das 1618 etwa 1200 Einwohner zählte, zu gravierenden Bevölkerungsverlusten. Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz fand 1649 bei seiner Rückkehr in die Kurpfalz ein durch die Kriegszerstörungen weitgehend entvölkertes und wirtschaftlich ruiniertes Land vor. Der neue Regent setzte sich entschieden für den Wiederaufbau Mannheims ein, das wegen seiner günstigen Lage an der Mündung des Neckars in den Rhein als Mittelpunkt der Gewerbetätigkeit und des Handels in der Kurpfalz ausersehen war. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde Mannheim 1688 von französischen Truppen erobert und im März 1689 aus militärstrategischen Gründen komplett zerstört sowie die Bevölkerung vertrieben. Nach dieser Zerstörung war Kurfürst Johann Wilhelm maßgeblich für den erneuten Wiederaufbau verantwortlich. Noch vor Abschluss des Friedensvertrages verfasste der Kurfürst 1697 eine Proklamation, in der er den Wiederaufbau der Stadt anordnete und die Flüchtlinge zur Rückkehr aufforderte. Nach dem Beginn der Wiederaufbauarbeiten stieg die Bevölkerungszahl recht schnell wieder an.
1720 verlegte Kurfürst Carl Philipp seinen Hof von Heidelberg nach Mannheim und begann den Bau des Mannheimer Schlosses (1760 gemeinsam mit der Jesuitenkirche vollendet). Mannheim wurde Residenzstadt der Kurpfalz, und es begann eine nur 58 Jahre dauernde, aber glanzvolle Prachtzeit der mittlerweile 25.000 Einwohner zählenden Stadt.
Der kurpfälzische Hof förderte Kunst und Musik, Wissenschaft und Handel. Goethe, Schiller und Lessing weilten in Mannheim ebenso wie Mozart.
1778 verlegte Kurfürst Carl Theodor seine Residenz nach München, um seine bayerische Erbschaft antreten zu können. Damit setzte in Mannheim ein wirtschaftlicher und kultureller Aderlass ein.
1795 wurde die Stadt von den Franzosen besetzt und daraufhin von österreichischen Truppen zurückerobert. 1803 verlor Mannheim endgültig seine politische Stellung: Im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses fiel die Stadt an Baden, in dem es – geografisch an den nordwestlichen Rand gedrängt – lediglich den Status einer Grenzstadt hatte.
In der Klimakatastrophe im „Jahr ohne Sommer“ 1816, die durch den Ausbruch des Tambora-Vulkans verursacht wurde und Hungersnot und Pferdesterben zur Folge hatte, erfand Karl Drais das Zweirad und damit den mechanisierten Individualverkehr. 1828 wurde der Rheinhafen, 1840 die erste badische Eisenbahnlinie von Mannheim nach Heidelberg eröffnet. Geprägt vom wirtschaftlichen Aufstieg des Bürgertums, begann allmählich eine weitere Blütezeit Mannheims. In der Märzrevolution von 1848 war die Stadt ein Mittelpunkt der politischen und revolutionären Bewegung. 1865 gründete Friedrich Engelhorn die Badische Anilin- und Soda-Fabrik (BASF), die allerdings später teilweise nach Ludwigshafen verlegt wurde. Aus der Farbenfabrik wurde das größte Chemieunternehmen der Welt. 1886 ließ Carl Benz sein Veloziped mit Gasmotorenbetrieb patentieren. 1909 gründeten Karl Lanz und Johann Schütte die Firma Schütte-Lanz, die insgesamt 22 Luftschiffe baute. Die Firma war Hauptkonkurrent der Zeppelin-Werke. Nach dem Ersten Weltkrieg stellte die Heinrich Lanz AG mit dem Bulldog den erfolgreichsten Schweröl-Traktor vor. Der von Prosper L’Orange bei den Motorenwerken Mannheim erfundene Vorkammer-Dieselmotor wurde bei Benz & Cie zum 1923 weltersten kompakten Fahrzeug-Dieselmotor weiterentwickelt. 1922 wurde das Großkraftwerk Mannheim in Betrieb genommen. Die Stadt zählte um 1930 gemeinsam mit der Schwesterstadt Ludwigshafen, die sich aus der alten Mannheimer Rheinschanze entwickelte, 385.000 Einwohner.

Geographische Breite: 49.48371059999999, Geographische Länge: 8.46223329999998


Geburt

Treffer 1 bis 21 von 21

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Bocquet, Jacque  geschätzt 1670Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I168593
2 Bocquet, Jean  geschätzt 1655Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I4041
3 Dubois, Abraham  29 Sep 1656Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I176122
4 Dubois, Isaac  14 Mai 1660Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I176127
5 Guemar, Esther  19 Nov 1660Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I4044
6 Guemar, Isaac  geschätzt 1635Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I4038
7 Guemar, Isaac  31 Dez 1658Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I4042
8 Guemar, Isaac  27 Nov 1661Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I4043
9 Guemar, Jacob  23 Jun 1670Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I168590
10 Guemar, Jeanne  3 Apr 1672Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I168591
11 Guemar, Madeleine  21 Sep 1666Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I4045
12 Guemar, Marie  12 Okt 1673Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I168592
13 Guemar, Pierre  8 Mrz 1665Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I168589
14 Guemar, Pierre  20 Mrz 1668Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I4036
15 Guemar, Sara  29 Sep 1657Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I4040
16 Laidig, Gertrud  12 Mrz 1910Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I190315
17 Ruch, Heinrich  12 Jan 1909Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I190314
18 Schrader, Barbara  1845Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I11058
19 Zimpelmann, Anna Elisabeth  4 Feb 1909Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I196137
20 Zimpelmann, Heinz Kurt  17 Mai 1932Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I191813
21 Zimpelmann, Hermann Ernst  27 Feb 1927Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I191809

Gestorben

Treffer 1 bis 21 von 21

   Nachname, Taufnamen    Gestorben    Personen-Kennung 
1 Binniker, Pauline  2 Okt 1925Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I190310
2 Dubois, Martin  nach 1674Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I176188
3 Ebert, Anna  1935Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I11198
4 Ebert, Berta  Datum unbekanntMannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I11203
5 Ebert, Friedrich  Datum unbekanntMannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I11175
6 Gemar, Jacob  9 Mai 1944Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I168847
7 Goeppel, Emil Gustav Adolf  26 Jan 1943Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I198470
8 Guemar, Isaac  vor Nov 1661Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I4042
9 Guemar, Isaac  1675Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I4038
10 Guemar, Pierre  vor 1668Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I168589
11 Helfenstein, Wilhelmine  28 Jul 1972Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I160293
12 Laidig, Friedrich  1917Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I190317
13 Laidig, Gertrud  20 Jan 1988Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I190315
14 Layro, Johann Michael  22 Feb 1824Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I175462
15 Schneider, Ella  21 Mai 1956Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I144864
16 Silbernagel, Johannes  25 Nov 1815Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I155769
17 Stetzler, Wilhelm  11 Okt 1958Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I144865
18 von Gerichten, Johann Conrad  21 Mrz 1794Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I175056
19 Zimbelmann, Fridolin  27 Jan 1996Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I185952
20 Zimpelmann, Frieda  Mrz 1998Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I191797
21 Zimpelmann, Karl Philipp  um 1969Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I191792

Begraben

Treffer 1 bis 1 von 1

   Nachname, Taufnamen    Begraben    Personen-Kennung 
1 Kirschbaum, Leokadia  Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland I204405

Verheiratet

Treffer 1 bis 7 von 7

   Familie    Verheiratet    Familien-Kennung 
1 Andrae / Heim  19 Jul 1910Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland F55962
2 Bocquet / Guemar  geschätzt 1680Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland F1395
3 Crespel / Blanchan  13 Jan 1660Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland F58272
4 Dubois / Blanchan  1655Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland F58296
5 Guemar / Sy  geschätzt 1656Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland F1394
6 Ranck / Schwab  geschätzt 1728Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland F46171
7 Ruch / Laidig  11 Jan 1936Mannheim, Kreis Mannheim, Baden-Württemberg, Deutschland F63648