Oelsnitz, Erzgebirgskreis, Sachsen, Deutschland



 


Notizen: Wikipedia 2020:
Oelsnitz/Erzgeb. ist eine Stadt im Erzgebirgskreis in Sachsen.
Der Zusatz „im Erzgebirge“ wurde 1883 erstmals von der Post genutzt, um Verwechslungen mit der Stadt Oelsnitz im Vogtland zu vermeiden, wenngleich Oelsnitz nicht exakt im Erzgebirge, sondern im Erzgebirgsbecken liegt.
Geschichte:
Ende des 12. Jahrhunderts gründeten die Ritter von der Oelsnitz das Dorf Oelsnitz. Das Rittergeschlecht führt nach Überlieferung von 1368 im goldenen, damaszierten Schild einen roten Schrägrechtsbalken, belegt mit drei silbernen Kugeln. Der Helm trägt einen goldenen Flug, der mit dem Balken des Schildes bezeichnet ist. Ein als der Pirnaische Mönch bekannter Chronist beschreibt die Ritter von der Oelsnitz als „ein erbar Gesipp vom Dorfe bei der langen Lunckwicz“. Nachfahren dieses Rittergeschlechts gibt es bis heute. Teile des im Volksmund zu Recht so genannten Rittergutes existieren noch und werden teilweise auch noch für verschiedene Zwecke genutzt.
Der Name Oelsnitz, ursprünglich ein Flur- oder Gewässername, ist etwa 1000 Jahre alt. Er entstand vermutlich als Orientierungsname von Sorben, die das damals noch unbesiedelte Erzgebirge begingen. Bedeutungsgleich wäre der Name „Ort am Erlenbach“.
Als Dorf wird Oelsnitz erstmals in einer Urkunde von 1386 genannt, als Kirchort bereits 1286. Im Jahr 1399 kaufte Veit von Schönburg Güter in Oelsnitz, Mülsen und Dennheritz.
Seit der Leipziger Teilung von 1485 unterstand der Ort bis zum Jahre 1547 zwei verschiedenen Landesherren. Der grünhainische und der wildenfelsische Anteil gehörten zum Kurfürstentum Sachsen der Ernestiner, der sächsisch-höfische mit dem Rittergut und dem Dorf Lugau dagegen den Albertinern und deren Herzogtum Sachsen.
Der Werdegang von Oelsnitz wurde beeinflusst durch Bauernkrieg und Reformation zu Beginn des 16. Jahrhunderts, durch den Dreißigjährigen Krieg 1618–1648 und nicht zuletzt durch die zwei Weltkriege.
Der bedeutendste Verlauf der Oelsnitzer Geschichte begann aber mit der Entdeckung der Steinkohle im Lugau-Oelsnitzer Revier, geschehen durch den Zwickauer Bergfaktor Karl Gottlob Wolf auf dem Gebiet des heutigen Ortsteiles Neuoelsnitz. Chronisten sprachen nach Wolffs Erfolg von einem regelrechten Gründerfieber, 1844 wurden bereits sechs neue Gruben mit zahllosen Schächten betrieben. 1858 wurde Oelsnitz durch die „Chemnitz-Würschnitzer Kohlenstrecke“ an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Von dieser zweigte bis 1990 auch die Bahnstrecke Neuoelsnitz–Wüstenbrand ab. Zwischen 1913 und 1960 war die Stadt Endpunkt der Überlandstraßenbahn Hohenstein-Ernstthal – Gersdorf – Oelsnitz.
Die Entwicklung des Bergbaues brachte aber nicht nur Nutzen. Ende des 19. Jahrhunderts gingen Sensationsmeldungen durch die Weltpresse: „Das versinkende Oelsnitz“. Die durch den Bergbau verursachten Bergschäden führten zu Bodensenkungen von teilweise mehr als 17 Metern. Zahlreiche Gebäude im Ortskern mussten deshalb abgerissen werden. Nicht zuletzt führte diese Entwicklung auch zu einer Neustrukturierung der Innenstadt.
1913 besuchte König Friedrich August III. die Schächte des Kohlenreviers.
1924 wurde die Gemeinde Oelsnitz durch die Sächsische Staatskanzlei zur Stadt erhoben.
Die Förderung von Steinkohle wurde 1971 eingestellt und bis 1975 wurden alle Schachtanlagen verfüllt. 1986 wurde in einem Teil des Bergwerkes „Karl Liebknecht“ in Neuoelsnitz das Bergbaumuseum eröffnet.

OpenStreetMap

Ort : Geographische Breite: 50.7234799, Geographische Länge: 12.6988649


Geburt

Treffer 1 bis 2 von 2

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Reinöl, Martin  1507Oelsnitz, Erzgebirgskreis, Sachsen, Deutschland I219418
2 Reinöl, Wolfgang  15 Sep 1539Oelsnitz, Erzgebirgskreis, Sachsen, Deutschland I219414

Gestorben

Treffer 1 bis 1 von 1

   Nachname, Taufnamen    Gestorben    Personen-Kennung 
1 Reinöl, Martin  16 Jan 1564Oelsnitz, Erzgebirgskreis, Sachsen, Deutschland I219418