Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland



 


Notizen: Wikipedia 2018:
Tübingen (im schwäbischen Dialekt Diebenga, amtlicher Name Universitätsstadt Tübingen) ist eine Universitätsstadt im Zentrum von Baden-Württemberg. Sie liegt am Neckar rund 30 Kilometer südlich von Stuttgart. Die Stadt ist Sitz des Landkreises Tübingen sowie des gleichnamigen Regierungsbezirks und war von 1947 bis 1952 Landeshauptstadt von Württemberg-Hohenzollern. Sie gehört zur Region Neckar-Alb und zur europäischen Metropolregion Stuttgart. Gemeinsam mit der östlichen Nachbarstadt Reutlingen bildet sie eines der 14 Oberzentren des Landes. Seit dem 1. April 1956 ist Tübingen Große Kreisstadt. Als zwölftgrößte Stadt Baden-Württembergs hat Tübingen etwa 87.000 Einwohner (Mai 2016) und besitzt von allen Städten Deutschlands den niedrigsten Altersdurchschnitt (39,1 Jahre am 31. Dezember 2015). Tübingen ist hinter Ludwigsburg und Esslingen am Neckar die drittgrößte Mittelstadt in Baden-Württemberg.
Mit der 1477 gegründeten Eberhard Karls Universität gehört die Stadt zu den ältesten deutschen Universitätsstädten. Das städtische Leben wird stark geprägt von den rund 26.900 Studenten (Stand: Sommersemester 2016).
Geschichte:
Die Region um die Stadt Tübingen ist spätestens seit dem Magdalénien, dem jüngsten Abschnitt des Jungpaläolithikums, von eiszeitlichen Jägern und Sammlern aufgesucht worden. Im Folgenden lässt sich in Form von Werkzeugfunden, Bestattungen, Hausgrundrissen oder Siedlungsresten in nahezu alle prähistorischen Epochen die Anwesenheit von Menschen nachweisen, z. B. die der Bandkeramischen, der Rössener, der Schnurkeramischen und auch der Großgartacher Kultur. Die Bronzezeit ist in Tübingen u. a. durch den sensationellen Fund des „Menhirs von Weilheim“ vertreten. Aus der älteren Eisenzeit sind auf dem Stadtgebiet Tübingens zahlreiche Grabhügel der Hallstattzeit bekannt, wie etwa der Grabhügel von Tübingen-Kilchberg. Aus der Zeit um 85 n. Chr. stammen Spuren der Römer, die etwas weiter nordöstlich den Neckar-Limes errichteten. Im Zusammenhang mit der Belagerung von „castrum twingia“ (Zwingburg) durch König Heinrich IV. wird Schloss Hohentübingen 1078 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Es ist von einer ländlichen Vorgängersiedlung auszugehen, die im Bereich des hochwassersicheren Sattels zwischen Schloss- und Österberg zu verorten ist. Darauf gibt allein schon der Ortsname den Hinweis: der Name des Ortsgründers Tuwo in der Vorsilbe und die Namensendung auf -ing(en) deuten auf Gründung während der Völkerwanderungszeit hin. Die Tübinger Unterstadt hat dort ihren Ursprung. Die Oberstadt entstand erst später als Erweiterung der Burgmannensiedlung unterhalb der Burg.
Aus dem Jahre 1191 stammt die erste Erwähnung von Kaufleuten, was als Beweis für einen Marktplatz gilt. Mitte des 11. Jahrhunderts gehört das Gebiet um Tübingen den Grafen von Zollern. Stadtrechte werden 1231 zum ersten Mal genannt. Im Jahre 1262 gründete Papst Alexander IV. ein Augustiner-Eremitenkloster, mit einem Franziskanerkloster folgte das zweite Kloster in Tübingen, gegründet mit Unterstützung des Pfalzgrafen Heinrich von Tübingen, genau zehn Jahre später. Im 13. Jahrhundert erhielt Tübingen eine Lateinschule, die spätere Schola anatolica. 1342 gelangen Burg und Stadt an die Grafen von Württemberg. Die Stadt wurde kurz darauf Sitz eines Amtes.
Mit der Verlegung des Sindelfinger Martinsstiftes nach Tübingen 1476 wurde ein Kollegiatstift gegründet, das die wirtschaftlichen und personellen Voraussetzungen für die Gründung einer Universität bot. Die Pfarrkirche St. Georg wurde zur Stiftskirche. Die Gründung der Eberhard Karls Universität erfolgte ein Jahr darauf.
Am 8. Juli 1514 wurde der Tübinger Vertrag, der als wichtigstes Verfassungsdokument des Herzogtums Württemberg gilt, geschlossen. Als Ort des Vertragsabschlusses darf Tübingen seither die württembergischen Geweihstangen in seinem Wappen führen. Mit der Einführung der Reformation endete zwischen 1534 und 1535 die Geschichte der Klöster der Stadt. 1535 nahm Leonhart Fuchs einen Ruf an die Universität an, ein Jahr später wurde von Herzog Ulrich von Württemberg als Stipendium für evangelische Theologiestudenten das Evangelische Stift Tübingen gegründet, das 1547 in das ehemalige Augustinereremiten-Kloster einzog.
Zwischen 1622 und 1625 besetzte nach der Schlacht bei Wimpfen am 6. Mai die Katholische Liga das evangelische Herzogtum Württemberg. 1629 trat dann das Restitutionsedikt in Kraft. Während des „Kirschenkriegs“ vom 28. Juni bis 11. Juli wurde Tübingen geplündert. Nach der Schlacht bei Nördlingen übergab der Kommandant Johann Georg von Tübingen im September 1634 das von 70 Bürgern besetzte Schloss Hohentübingen kampflos an die kaiserlichen Truppen. Immerhin wurde Tübingen dank des Engagements eines Tübinger Bürgersohns, der als (evangelischer) Rittmeister im Fürstenbergischen Regiment in kaiserlichen Diensten stand, nicht geplündert. Tübingen war anschließend meist von bayerischen Truppen besetzt.
In den Jahren 1635 und 1636 starben 1485 Menschen in der Stadt an der Pest. Zwei Jahre später fiel die schwedische Armee in Tübingen ein. Kurz vor Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde Schloss Hohentübingen 1647 von den Franzosen belagert (Belagerung von Schloss Hohentübingen). Am 14. März wurde der Südostturm mit Hilfe einer Mine gesprengt. Die bayerische Besatzung gab auf und erhielt ehrenvollen Abzug. Die Franzosen blieben bis 1649 in Tübingen.
Bei einem Stadtbrand im Jahre 1771 wurden Teile der westlichen Altstadt um die Ammergasse zerstört. Ein weiterer Stadtbrand traf 1789 Teile der östlichen Altstadt im Bereich der heutigen Neuen Straße. Sie wurde auf begradigten Grundrissen im klassizistischen Stil wieder aufgebaut. 1798 gründete Johann Friedrich Cotta, der Verleger deutscher Klassiker wie Goethe und Schiller, in Tübingen die Allgemeine Zeitung, die in den folgenden Jahren zur führenden politischen Tageszeitung Deutschlands werden sollte.
Von 1807 bis 1843 lebte Friedrich Hölderlin in Pflege im Hölderlinturm am Neckar. Ab Anfang des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt erstmals nennenswert über die mittelalterlichen Grenzen hinaus mit der rechtwinkligen Wilhelmsvorstadt an der Neuen Aula und dem Botanischen Garten. Im sogenannten Gôgenaufstand von 1831 zogen etwa 60 Handwerksburschen und Weingärtner als Protest gegen Polizeiwillkür durch die Stadt und sangen das Schiller’sche Räuberlied.[15] Die lokale Obrigkeit richtete einen Hilferuf an die offiziell nicht bestehenden und verbotenen Studentenverbindungen, und bewaffnete studentische Sicherheitswachen wurden gegen die Aufständischen eingesetzt. Beim Tübinger Brotkrawall von 1847 wurde ein aus etwa 150 Studenten bestehendes akademisches Sicherheits-Corps der Universität Tübingen unter der Führung von Carl Heinrich Ludwig Hoffmann aus den Arsenalen der Universität bewaffnet. Das Sicherheitscorps beendete die Unruhen, indem es entschlossen gegen die sozialen Interessen der armen Bevölkerungsschichten antrat.
Ab 1873 ist Tübingen Militärstandort, südlich der Stadt wird eine Infanterie-Kaserne eingerichtet, in der das 10. Württembergische Infanterieregiment Nr. 180 stationiert wird. Im Jahr 1938 erhält die Kaserne den Namen Thiepval-Kaserne, benannt nach dem in der französischen Provinz Picardie gelegenen Weiler Thiepval, wo während der Sommeschlacht im September 1916 Soldaten dieses Regimentes kämpften. Eine Tafel an der Kasernenmauer erinnert daran. Bei einem französischen Luftangriff im Ersten Weltkrieg wurden 16 Häuser beschädigt. Von 1914 bis 1916 wird eine zweite Kaserne errichtet, die zunächst als Neue Kaserne bezeichnet wird und ebenfalls 1938 zur Erinnerung an die Lorettoschlacht den Namen Loretto-Kaserne erhält. 1935 wird eine dritte Kaserne eröffnet, die 1938 von Burgholzkaserne in Hindenburg-Kaserne umbenannt wird.
Durch die Deutsche Gemeindeordnung wurde Tübingen 1935 zum Stadtkreis erklärt, blieb aber innerhalb des Landkreises Tübingen, dessen Gebiet 1938 erheblich vergrößert wurde.

OpenStreetMap

Ort : Geographische Breite: 48.5245163, Geographische Länge: 9.0535927


Geburt

Treffer 1 bis 21 von 21

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Andler, Hans IV.  1460Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226301
2 Aulber, Conrad  1405Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231600
3 Baumann, Caspar  um 1520Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I219416
4 Baumann, Maria Cleopatra  um 1545Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I219415
5 Brüssel, Anna  11 Mrz 1573Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I223864
6 Brüssel, Hans  um 1544Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152974
7 Buchholz, Thorold Ulfert  25 Aug 1959Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I126290
8 Dupper, Johann Jacob  26 Jul 1784Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I68939
9 Golgge, Merlint  um 1294Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I219500
10 Haag, Magdalena  12 Jul 1702Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I84508
11 Kienle, Anna Maria  18 Aug 1560Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231411
12 Krämer, Anna Barbara  12 Mrz 1667Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152949
13 Krämer, Matthäus  1 Aug 1600Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152971
14 Krämer, Matthäus  14 Sep 1634Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I139375
15 Metzger, Anna Katharina  1522Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I221712
16 Rößler, Margarethe  um 1521Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I232004
17 Schmidlapp, Rupprecht  um 1515Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I217023
18 Schnepf, Erhard  15 Apr 1566Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I217001
19 Schnepf, Johann Dietrich  1601Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I216999
20 Schnepf, Regina Magdalena  10 Okt 1630Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I216998
21 Tischmacher, Andreas  vor 1518Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I218541

Getauft

Treffer 1 bis 1 von 1

   Nachname, Taufnamen    Getauft    Personen-Kennung 
1 Löffler, Agnes  3 Dez 1649Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I232032

Gestorben

Treffer 1 bis 16 von 16

   Nachname, Taufnamen    Gestorben    Personen-Kennung 
1 Alber, Oskar  4 Apr 1993Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I45434
2 Bren, Anna  6 Jul 1989Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I220161
3 Brenz, Maria Barbara  20 Mai 1572Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I217157
4 Brüssel, Anna  2 Dez 1635Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I223864
5 Brüssel, Georg  23 Jun 1555Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152976
6 Brüssel, Hans  19 Nov 1626Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152974
7 Friedrich, Anna Maria  12 Jun 1960Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I88092
8 Haug, Anna  2 Jun 1615Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I222611
9 Hildebrand, Johann  2 Apr 1658Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I217008
10 Koch, Barbara  Datum unbekanntTübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152972
11 Krämer, Martin  29 Okt 1635Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152973
12 Krämer, Matthäus  21 Mrz 1671Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152971
13 Kunstle, Elisabeth Katharina  21 Sep 1877Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I85166
14 Mayer, Magdalena  26 Jan 1622Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152975
15 Renz, Georg Balthasar  9 Okt 1611Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231678
16 Schmidlapp, Marcus  18 Mrz 1616Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland I217003

Verheiratet

Treffer 1 bis 10 von 10

   Familie    Verheiratet    Familien-Kennung 
1 Baumann / Tischmacher  5 Jun 1555Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland F73847
2 Brüssel / Mayer  13 Jan 1572Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland F76345
3 Krämer / Brüssel  1 Jan 1596Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland F76344
4 Krämer / Koch  5 Nov 1622Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland F76343
5 Krämer / Thumm  2 Aug 1659Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland F45602
6 Sattler / Metzger  1542Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland F75394
7 Schmidlapp / Haug  2 Jan 1659Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland F73047
8 Schnepf / Schmidlapp  8 Apr 1600Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland F73046
9 Tischmacher / Kienle  um 1530Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland F73848
10 Wölfing / Schnepf  10 Jan 1580Tübingen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland F55122