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Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland



 


Notizen:

Wikipedia 2024:
Vahldorf ist ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Niedere Börde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt.
Geschichte:
Die älteste urkundliche Erwähnung findet sich 937 in einer Schenkungsurkunde von König Otto I. – später Kaiser Otto der Große – worin das von ihm gegründete Moritzkloster in Magdeburg vier Hufen Land hierselbst erhielt.
Flurnamen wie »Thorenfeld« und »Wotanshöhe« deuten auf eine germanische Besiedlung. Hingegen vermutet Pastor Peter Behrends, Verfasser der Kreischronik Haldensleben von 1824, im Ortsnamen »ualedorp« eine Dorfgründung sächsischen Ursprungs. Kamen 1920 in einer nahegelegenen Kiesgrube Funde der »Schönfelder Keramik« aus der jüngeren Steinzeit zum Vorschein, so brachten archäologische Ausgrabungen im Zusammenhang mit der künftigen Ortsumfahrung Wedringen-Vahldorf der B 71 nördlich von Vahldorf 2018/19 den sensationellen Nachweis der bislang nördlichsten nachgewiesenen Besiedlung durch die »Linienbandkeramiker«, einer bäuerlichen Siedlungskultur des Neolithikums (Jungsteinzeit) im 5. Jahrtausend v. Chr.
1197 wird in Urkunden erstmals von Klein Vahldorf und Groß Vahldorf gesprochen. Zugleich enthält eine dieser Urkunden die früheste Erwähnung einer Kirche in Groß Vahldorf, die im Besitz des Klosters Ammensleben war. Bis 1339 lag auch das Kirchenpatronat beim Kloster Ammensleben. Im Tausch gegen das Kirchenpatronat zu Niederndodeleben übernahm 1339 das Kloster Althaldensleben die Hoheit über die Vahldorfer Kirche.
Die Grundherrschaft über den Ort lag vor 1339 bei den Grafen von Grieben-Hillersleben bzw. bei dem von ihnen gegründeten Kloster Groß Ammensleben, danach bis 1810 beim Kloster Althaldensleben und einige Grundzinsen beim Magdeburger Domkapitel sowie beim Kloster Hillersleben.
Mit der Säkularisation des Zisterzienser-Nonnenklosters Althaldensleben 1810 kam durch Verkauf sämtlicher Klosterbesitz in das Eigentum der Familie des Unternehmers Johann Gottlob Nathusius, während das Kirchenpatronat der Preußische Staat übernahm, später die Provinz Sachsen.
Jahrhunderte hindurch bewahrte Vahldorf in seiner Geschlossenheit eine rein bäuerliche Struktur. 1419 wurde der Ort dreimal geplündert. Die Plünderer waren Soldaten und Knechte der Grafen von Alvensleben, die den Ort bestrafen wollten, da dieser sich dem Markgrafen von Brandenburg zugehörig fühlte.
Im Jahr 1521 nennen die Zinsregister vom Kloster Ammensleben hier sieben zinspflichtige Bauernhöfe. Der Ort bekannte sich 1562 zum lutherischen Glauben. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt Vahldorf Plünderungen und Verwüstungen. Insbesondere nach der Belagerung und Zerstörung der nahe gelegenen Stadt Magdeburg 1631 durch kaiserliche Truppen unter Tilly und Pappenheim heißt es: »das Dorf war aber sehr ruiniret«.
Für das Jahr 1673 belegen die Akten »5 Ackermänner, 8 Halbspänner und 13 Kossathen«, insgesamt also 26 Hauswirtschaften, so dass Größe und Besitzstand mit anderen Dörfern in der Zeit vergleichbar sind. Im Jahre 1785 hatte der Ort 50 Feuerstellen und 250 Einwohner.
Der Sicherung des Handelsverkehrs auf der Lüneburger Heerstraße, die von Leipzig über Halle (Saale), Magdeburg, Vahldorf, Haldensleben, Calvörde, Uelzen bis nach Lüneburg verlief, diente ein preußisches Zollgeleit. Hier erhielten Reisende, insbesondere Kaufleute, die mit ihren Fuhrwerken Richtung Norden fahren wollten, gegen eine Zollgebühr Geleitschutz und preußische Geleitbriefe. Sie standen damit unter dem Wegeschutz des preußischen Königs und waren auch von weiteren preußischen Zollkontrollen auf ihrer Weiterreise befreit. Der Straßenname »An der Heerstraße« zeugt heute noch davon.
Die »Espe«, ein Waldstück von ca. 10 ha, war im Jahre 1327 vom Kloster Groß Ammensleben gekauft worden. Im Jahr 1811 hatte sie der Unternehmer Johann Gottlob Nathusius aus Althaldensleben dem französischen General Michel Ney abgekauft (Ney war zu dieser Zeit Besitzer der Domäne Groß Ammensleben, die er von Napoleon Bonaparte als Donation erhalten hatte). Nathusius holzte ab und experimentierte auf dem Flurstück mit dem Zuckerrübenanbau – blieb seinerzeit allerdings erfolglos. Daraufhin verkaufte er es 1818 an Vahldorfer Bauern, die dort vor allem Roggen anbauten.
Die ursprünglich als Runddorf angelegte Ortschaft veränderte schließlich im 19. Jahrhundert ihr Antlitz, als mit Industrie und Mobilität der Zuzug neuer Familien auch in Vahldorf einsetzte. So gab es 1877 über 117 Schulkinder, weshalb 1879 außer dem bisherigen Kantorats- und Schulgebäude aus dem 16. Jahrhundert – dem heutigen Gemeindehaus – noch ein zweites Schulhaus erbaut wurde.
1871/72 erfolgte der Bau der Bahnstrecke Glindenberg–Oebisfelde, jedoch erst im Jahr 1895 erhielt Vahldorf einen Haltepunkt. 1897 wurde in Vahldorf nach Stein- bzw. Kalisalz gebohrt; bei einer Tiefe von 384 m wurde man fündig. Der Schacht wurde jedoch später weiter östlich bei Zielitz angelegt.
Der Ort hatte im Jahr 1910 742 Einwohner und um 1

Ort : Geographische Breite: 52.2565357, Geographische Länge: 11.5000381


Geburt

Treffer 1 bis 10 von 10

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Fehse, Andreas  um 1624Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275366
2 Fehse, Ilse  1662Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275365
3 Pauls, Andreas Gottlieb  11 Jul 1772Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275348
4 Pauls, Andreas Gottlieb  7 Sep 1810Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275343
5 Pauls, Anna - wife of  1624Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275369
6 Pauls, Anna Elisabeth  24 Mrz 1685Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275363
7 Pauls, Friedrich Wilhelm  4 Dez 1856Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275339
8 Pauls, Joachim  3 Jul 1648Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275364
9 Pauls, Stephan  um 1620Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275368
10 Subak, Catharina  um 1628Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275367

Taufe

Treffer 1 bis 1 von 1

   Nachname, Taufnamen    Taufe    Personen-Kennung 
1 Pauls, Anna Elisabeth  29 Sep 1691Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275363

Tod

Treffer 1 bis 9 von 9

   Nachname, Taufnamen    Tod    Personen-Kennung 
1 Arnbeck, Catharina Friederike  4 Dez 1868Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275344
2 Fehse, Andreas  6 Jun 1695Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275366
3 Fehse, Ilse  26 Dez 1732Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275365
4 Pauls, Andreas Gottlieb  1 Jun 1838Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275348
5 Pauls, Andreas Gottlieb  11 Apr 1872Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275343
6 Pauls, Anna - wife of  1682Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275369
7 Pauls, Joachim  12 Sep 1724Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275364
8 Pauls, Stephan  1667Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275368
9 Subak, Catharina  1685Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland I275367

Eheschließung

Treffer 1 bis 3 von 3

   Familie    Eheschließung    Familien-Kennung 
1 Fehse / Subak  11 Jun 1649Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland F100865
2 Pauls / Fehse  12 Nov 1682Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland F100864
3 Pauls / Pauls  um 1645Vahldorf, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt, Deutschland F100866