Altenburg, Kreis Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland



 


Notizen: Wikipedia 2015:
Altenburg ist ein Stadtteil von Reutlingen im Landkreis Reutlingen in Baden-Württemberg. Bezirksbürgermeister ist Frank Hofacker.
Geschichte:
Auf der westlich vom Ort gelegenen Madenburg (heutiges Industriegebiet Mahden) stand eine ziemlich ausgedehnte römische Niederlassung. Bauern stießen bei Feldarbeiten dort immer wieder auf Mauerreste, römische Ziegel und Heizröhren. Südlich davon führte eine Römerstraße vorbei, die von Kirchentellinsfurt über Altenburg nach Oferdingen ihren Zug hatte. Überdies ging von der Madenburg ein alter Heeresweg nach Gniebel und Walddorf ab. In neuer Zeit war diese Anlage in Vergessenheit geraten, obwohl die Beschreibung des Oberamts Tübingen 1867 davon berichtet. Schließlich wurde die Anlage Villa Rustica bei Arbeiten an der B 464 wiederentdeckt. Damit ist die Besiedlung zur Zeit der Römer nachgewiesen.
Die auf der Höhe, am Nordende des Dorfes stehende Kirche, wurde 1654 an der Stelle einer dem heiligen Nikolaus geweihten Kapelle erbaut. Beide Glocken wurden 1837 von Christian Adam Kurtz und Sohn in Reutlingen gegossen. Um die Kirche läuft im Westen eine alte feste Mauer; auch Spuren eines Grabens deuten auf die Ortsburg hin, die hier vor 1070 gestanden sein soll. Hinweise auf die Existenz einer Burg, geben auch die Flurnamen (Luckenäcker, Falltor) und die Siebenscheuer, die 1969 dem evangelischen Kindergarten weichen musste. Zweifellos verdankt der Ort dieser Burg seinen Namen.
Altenburg gehörte den Grafen von Achalm-Urach und bildete mit Degerschlacht, Rommelsbach und Sickenhausen, einen eigenen Gerichtsbezirk. Die Grafenbrüder Kuno von Wülflingen und Liutold von Achalm-Urach wollten hier um 1089 ein Kloster gründen, da sie den Ort „wegen der Anmut seiner Lage, der guten Viehweiden und der Fische im Neckar, sehr angenehm und wohnlich“ fanden. Es erhoben sich aber Bedenken wegen der bergigen Lage und des Mangels an Quellwasser. Schließlich gründeten die Grafen 1089 das Kloster in Zwiefalten. Zu dessen Aussteuer gehörte Altenburg samt St. Nikolauskapelle und einer Mühle. Im Laufe der Zeit verkaufte das Kloster seine hiesigen Höfe, doch es dauerte bis ins Jahr 1730, bis der gesamte klösterliche Besitz durch Vertrag an Württemberg überging. Auch die Johanniterkommende Dätzingen und Rohrdorf besaß Gefälle in Altenburg, welche 1809 von Württemberg verstaatlicht wurden.
Der größte Teil Altenburgs war schon Anfang des 15. Jahrhunderts an die Reutlinger Familie Teufel übergegangen. Hans Teufel verkaufte am 22. Jan. 1444 Altenburg, Sickenhausen, Rommelsbach und Degerschlacht mit „Vogtei, Gericht, Leuten, Gütern und Gefällen, wie er dies alles von seinem Vater ererbt hatte“, für 2800 fl. an den Grafen Ludwig von Württemberg. Nach der Reformation wurde Altenburg dem Amt Tübingen zugeteilt. Dort stellte es bis 1738 den Oberschultheißen, bis es Filial von Oferdingen wurde und auch das Gericht dorthin abgeben musste.
Während der Pestzeit zwischen 1609 und 1611, starben im ganzen Tübinger Amt insgesamt 2668 Menschen. In Altenburg wurden damals 55 Personen dahingerafft. Im Dreißigjährigen Krieg teilte der Ort das Schicksal seiner Nachbargemeinden. Die Nikolauskapelle wurden nach der Schlacht bei Nördlingen beschädigt.
Erst 1844 erhielt Altenburg einen eigenen Pfarrverweser. Im gleichen Jahr wurde der ummauerte Begräbnisplatz östlich vom Ort angelegt. Bis dahin wurden die Toten auf dem Friedhof von Oferdingen beigesetzt. 1867 verzeichnete das Dorf 425 Einwohner. Am 1. Januar 1972 wurde Altenburg im Zuge der Gemeindereform, in die Stadt Reutlingen eingemeindet.

OpenStreetMap

Ort : Geographische Breite: 48.547056, Geographische Länge: 9.184560000000033


Geburt

Treffer 1 bis 6 von 6

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Digel, Anna Maria  22 Mai 1677Altenburg, Kreis Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I223861
2 Ebinger, Anna Barbara  10 Dez 1699Altenburg, Kreis Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I139354
3 Sendler, Sabina  um 1579Altenburg, Kreis Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152970
4 Thumm, Apollonia  1636Altenburg, Kreis Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152948
5 Thumm, Martin  10 Jun 1601Altenburg, Kreis Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152952
6 Thumm, Michel  um 1575Altenburg, Kreis Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152969

Gestorben

Treffer 1 bis 4 von 4

   Nachname, Taufnamen    Gestorben    Personen-Kennung 
1 Ebinger, Johannes Jacob  1714Altenburg, Kreis Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I139355
2 Krämer, Matthäus  15 Jun 1671Altenburg, Kreis Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I139375
3 Nagel, Anna  3 Apr 1685Altenburg, Kreis Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152968
4 Thumm, Martin  24 Mrz 1681Altenburg, Kreis Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I152952

Verheiratet

Treffer 1 bis 2 von 2

   Familie    Verheiratet    Familien-Kennung 
1 Ebinger / Digel  5 Mai 1696Altenburg, Kreis Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland F45593
2 Thumm / Sendler  28 Okt 1600Altenburg, Kreis Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland F76342